Köpferollen

Jetzt hat das große Köpferollen begonnen.

Der GM-Chef Wagoner, der Peugeot-Boss und viele andere sind gegangen worden.

Was ist da los?

Man beginnt dami, die Bevölkerung durch solche „Bauernopfer“ ruhigzustellen, was ich für puren Aktionismus halte, denn diese Leute gehen bestens versorgt, wohl noch mit Millionen Abfindungen in Rente, während der Nachfolger das gleiche Geld, wenn nicht noch mehr kostet. Diese Rausschmeisserei ist also genau die unwirtschaftlichste Lösung, die sich die Politik einfallen lassen kann.

Anders ist es bei Mehdorn.

Der muss gehen. Wer solche klaren Vertrauensbrüche als Arbeitgeber begeht, der hat ausgedient, ein für allemal.

Schade nur, dass Mehdorn wohl ebenfalls bestens versorgt sein wird.

Ein Mehdorn fällt halt mal nicht unter Hartz-IV oder endet als Bittsteller im Sozialamt. Nein, im Gegenteil, er wird wahrscheinlich seinen „wohlverdienten“ Ruhestand genüsslich in seinem großzügigen Anwesen irgendwo auf der Welt, wo`s schön ist, genießen. Mehdorn hat keine Sorge, wie er übers Monat kommt, braucht keine Angst vor der Nebenkostenabrechung haben und wird kaum etwas von seinem bisherigen Lebensstandard einbüßen.

Jetzt scheint es der Politik offensichtlich nur noch darum zu gehen, die Bevölkerung ruhig zu halten. Zu groß ist bereits der Ärger, der sich aufgestaut hat, was man ja an den großen Demonstrationen am Wochenende gesehen hat. Jetzt wird gehandelt, koste es was es wolle, auch wenn es viel, viel  mehr kostet.

Die klügere Lösung wäre es wohl, den Leuten die Suppe auslöffeln zu lassen, die sie sich und uns eingebrockt haben, nämlich mit ihrem Privatvermögen. Es müsste doch irgendeinen Passus im Gesetz geben, der den Steuerzahler davor schützt, dass solche Mehdorns sich auch noch auf Kosten des Steuerzahlers einen faulen Lenz machen können! Meiner Ansicht nach müsste eine private Haftung her und jeder Konzernboss, der deshalb gegangen wird, weil er massiv Dreck am Stecken hat, müsste leer ausgehen. DAS und nur allein DAS kann die Bevölkerung beruhigen.

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Gesundheitsreform

Dass sich die Gesundheitsreform der Regierung als Rohrkrepierer herausgestellt hat, dürfte langsam durchgedrungen sein.

Statt vieler zaghafter Reförmchen hätte es eine grundlegende Änderung in der Gesundheitswirtschaft geben müssen.

Stellen wir mal fest: Das in unserem Land herrschende Solidaritätsprinzip passt nicht zur Gewinnmaximierung der Konzerne, die am Gesundheitswesen bestens verdienen.

Ein vernünftiges Gesundheitswesen muss zum einen auf Kostendeckung ausgerichtet sein und zum anderen am Bedarf der Patienten, nichts anderes.

Wenn es aber Anbieter und damit meine ich Pharma- und Klinikkonzerne gibt, die sich im deutschen Gesundheitswesen dumm und dämlich verdienen, dann kann etwas nicht stimmen. Den Ärzten ist man mit dem Geldscheffeln langsam beigekommen, obwohl ich jedem Hausarzt, der nachts zwei- bis dreimal für seine Patienten aufsteht und auf Hausbesuch fährt, ein wirklich ordentliches Geld von Herzen gönne. ABER: Nicht jeder Zahnarzt muss nach zwei Jahren Praxiszeit eine Villa und einen Porsche besitzen!

Ärzte haben eine lange, harte Studienzeit hinter sich, sie dürfen ordentlich verdienen, das ist ihr gutes Recht. Und die meisten leisten auch Entsprechendes, v. a. in den Kliniken, wo auch heute noch 12-Stunden-Tage und 60-Stunden-Wochen an der Tagesordnung sind, Arbeitszeitgesetz hin oder her.

Mein Prinzip wäre ein Prinzip der Kostendeckung inclusive einer Pauschale für Investitionen und Forschung. Das muss von der Solidaritätsgemeinschaft der Versicherten geleistet werden.

Nicht geleistet werden müssen  jedoch, die verkrusteten Strukturen im öffentlichen Gesundheitswesen, die viel zu langsam aufbrechen, die Gewinne der Pharmakonzerne, bei denen Medikamente in Deutschland ein Wesentliches mehr kosten, als im Ausland und die Bereicherung der Klinikkonzerne, die ihre Gewinne in erster Linie auf dem Rücken des Personals machen.

Es sollte ein neuer Anfang gemacht werden. Wie?

Große Frage. Privatisierung ist nicht die seligmachende Lösung, weil dabei viel zu viel Geld aus dem Topf in Kanäle abfließt, für die die Versichterten nicht zuständig sind.

Verstaatlichung? Kann unser Staat das leisten? Vielleicht, aber dann nur mit einer grundlegenden Reform, die viel Zeit und viele Wählerstimmen kosten wird und der sich Heerscharen von Lobbyisten entgegenstellen werden.

Kombination? Vielleicht. Und zwar zum einen Teil Privat, für alle Leistungen, die über die Grundversorgung hinausgehen und dann zwar für bare Münze, ausserhalb der Solidargemeinschaft.

Letzteres wäre die Lösung, die ich am Vernünftigsten finden würde.

Also im Klartext: Private Zusatzversicherung für Sonderleistungen, wie Chefarztbehandlung und Einbettzimmer, für Sportverletzungen , die über das Normale hinausgehen, wie z. B. bei Risikosportarten, Zuschläge für Risikopatienten, wie Alkoholiker, Raucher oder auch Dicke, die unbelehrbar und uneinsichtig sind, natürlich müssten dazu entsprechende Gesundheitsprogramme angeboten werden. Diese Menschen darf man mit ihrem Problem nicht allein lassen.

Dafür dürfte meinetwegen gerne eine Sondersteuer auf Alkohol, Tabak, Süßigkeiten und Fastfood erhoben werden.

Es wäre auch sinnvoll, den Gesundheitsstatus jedes Einzelnen von Jugend an zu erfassen und mit entsprechenden Punktwerten auf den Beitrag umzulegen,  wobei jedoch angeborene und chronische Erkrankungen auf keinen Fall mit in die Bewertung einfließen dürften, sondern von vorneherein vom Solidaritätsprinzip abgedeckt werden müssten.

Ich bin gespannt, wer weitere Vorschläge machen könnte. Eine Diskussion darüber wäre echt toll.

USA

Die USA schmeißt die Druckerpresse an  und gaukelt den Leuten vor, dass damit alles wieder heil wird.

Sind die Amis wirklich so dämlich, dass sie das glauben?

Mann oh Mann, wenn es denen dort drüben dämmert, was da abgeht, dann Gute Nacht USA!

Was ist nur los in Berlin?

Dass es in Europa noch viele Steueroasen gibt, in die gut betuchte Deutsche ihre Gelder unterbringen und damit den kleinen Mann, der ehrlich seine Steuern zahlt, schlichtweg für dumm verkaufen, ist ja nichts Neues.

Jetzt, da es an allen Ecken und Enden brennt, kommt unsere Politik endlich auf den Gedanken, mal ein bisschen die Schrauben anzuziehen.

Dass sich die Herren in den Führungsetagen gnadenlos selbst bereichern und sich gegenseitig Pfründe und Pöstchen zuschubsen, ist auch längst bekannt.

Jetzt hat es unsere Politik auch endlich geblickt, nachdem der Karren mit all dieser Bonizahlerei rettungslos im Dreck steckt.

Dass Kinderpornographie in Deutschland eine Rieseneinnahmequelle darstellt und Kinder dafür aufs Schlimmste missbraucht werden, ist jetzt endlich auch durchgedrungen.

Jetzt will man endlich ein Gesetz dagegen.

Komisch, kurz vor der Wahl wird nachgeholt, was man über lange Zeit verschlafen hat.

Könnte es sein, dass man in Berlin doch den Volkszorn fürchtet und sich beeilt, noch ein bisschen Schönwetter zu machen?

Es hätte in den letzten Jahren und nicht nur in der Zeit der Großen Koalition so viele Baustellen gegeben, denen man sich hätte annehmen müssen, aber es ist nichts geschehen. Kann das nur Dusseligkeit sein? Oder ist es nicht vielmehr so, dass den Herrschaften jetzt der Boden unter den Füßen heiß wird und man die Leute schnell noch ein bisschen einlullen will?

Nach dem Motto: „Seht doch, wir haben doch was geschafft!“

Ich glaube nicht, dass alle Leute so dumm sind und das nicht durchschauen.

Die Brüder haben Angst, soviel Angst, dass sie langsam zu allem bereit sind.

Hobbyforscherin

Beim Spazierengehen über die Felder sind mir die vielen Maulwurfshügel aufgefallen, bei denen in einem kleinen begrenzten Gebiet zwischen Anhöhe und Fluss immer wieder Scherben hervorkommen.

Ich bin ganz fasziniert. Was könnte sich darunter verbergen, das die fleißigen Maulwürfe da immer wieder ans Licht bringen.

Heute habe ich ein paar Scherben gefunden und ein Stück Metall, das ziemlich grob aussieht, wie Schlacke.

Ich weiß zwar schon, dass unser Tal schon seit den Slawen im 5. Jahrhundert besiedelt war, aber in dieser Gegend ist mir nichts bekannt.

Das Gebiet liegt auch fernab einer Straße oder eines Weges, so dass es sich um Füllmaterial handeln könnte.

Ich nehme jetzt immer meine Fundstücke mit heim, reinige sie und sammle sie in einem Behälter.

Vielleicht kann ich doch mal jemanden fragen, was es damit auf sich hat.

Derzeit tickert meine Phantasie natürlich. Mich fasziniert es, alte Dinge in der Hand zu fühlen. Ich habe vielleicht Scherben in der Hand, die vor vielen, vielen Jahrhunderten irgend ein anderer benutzt hat. Wie gerne würde ich diese zeitliche Brücke überwinden und nachsehen können, wie diese Dinge dorthin gekommen sind.

Gaza

Langsam kommt ans Licht was sich alles an Verbrechen bei der Militäroffensive Israels gegen die Bevölkerung des Gaza-Streifens abgespielt hat.

Allein dieser Bericht http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,7537527,00.html sagt alles aus.

Schlecht könnte einem werden vor lauter Wut und Hass, dass unsere Regierung dieses blutrünstige Vorgehen auch noch gedeckt und für gut befunden  hat. Mit manchen Dingen kann ich einfach nicht umgehen und dieses Gazamassaker regt mich noch immer, nach so vielen Wochen schrecklich auf.

Es ist im Allgemeinen nicht meine Sache, jemandem etwas Böses zu wünschen, aber wenn es Gerechtigkeit gibt, dann hoffe ich auf die gerechte Strafe für all dieses Leid bei den Verursachern.

Diese Ungleichgewichtung des Werts eines Menschen ist eine so tiefgreifende Ungerechtigkeit, dass es für mich dafür keine Worte gibt.

Gerade Menschen, die sich einer religiösen Überzeugung brüsten, dürften mit anderen Menschen einfach nicht in dieser Weise  umgehen. Da komme ich an meine Grenze des Verstehens. Wie kann man sich betend an die Klagemauer stellen und gleichzeitig das Bewusstsein haben, dass nur wenige Kilometer weiter Menschen brutal abgeschlachtet werden, nur weil sie halt dem falschen Volk angehören. Von Bombenparties an Aussichtspunkten am Rande des Gazastreifens will ich gar nicht reden.

Wenn ich solche Dinge betrachte, wird für mich jede öffentlich gelebte Religion zur Gefahr.

Mit dem Willen Gottes lässt sich praktisch jede noch so schlimme Untat rechtfertigen. Man begeht Verbrechen und fühlt sich auch noch von Gott und dessen Willen bestätigt. Im Endeffekt handelt man also im Namen Gottes.

Menschen die so denken und ihre Taten damit rechtfertigen, sind das Schlimmste, was unserer Welt passieren kann.

Ich hoffe nur, dass sich eines Tages die Gerechten durchsetzen werden. Die sind zwar wohl noch immer in der Minderheit, aber es gibt sie. Auch in Israel.

Generalstreik in Frankreich

Warum nur tun sich die Franzosen so leicht, ihrem Unmut Luft zu machen?

Während man hier in Deutschland noch bis zum Tag einer Werksschließung treu und brav malocht, geht halb Frankreich wegen ähnlichen Zuständen auf die Straße.

Dafür bewundere und beneide ich unsere Nachbarn aus tiefstem Herzen. Wie gerne sähe ich es, wenn sich die Deutschen Bürger endlich zusammentun  und der Politik klarmachen würden, dass wir das Volk sind, das man jahrelang so missachtet und geknebelt hat.

Ich fürchte, da wird noch viel Wasser die Donau hinabfließen, bis sich unsere Leute endlich aufraffen.

Andererseits darf man dann die deutsche Gründlichkeit nicht ausser Acht lassen. Was man dann anpacken wird, erledigt man gründlich.

Böse Gerüchte sagen, dass in manchen Gemeinden schon begonnen wurde, alte Bäume in den Innenstädten zu fällen.

Nunja, solange es noch genügend Laternenmasten gibt, sollte das für den Volkszorn der Zukunft wohl kein Problem darstellen. *gg*

Nein, im Ernst, ich glaube auch bei uns ist den Politikern bewusst, wie schnell der Stimmungsumschwung in der Bevölkerung kommen kann. Der Ansatz einer Bundeswehr im Inneren kam ja sicherlich nicht von ungefähr. Da hat man bestimmt auch an Unruhen gedacht.

Weiß Gott, was die nächsten Monate für uns alle bringen werden?

Amstetten

Die Strafe für Josef Fritzl konnte nicht anders ausfallen.

Lebenslänglich wegsperren, damit er seiner Tochter nie mehr vor die Augen kommt, ist gerecht. Jedenfalls so gerecht, wie es unser Rechtssystem in Europa zulässt. Dass fast jedem ein paar andere, weitaus drastischere Strafen einfallen würden, ist klar.

Leider müssen wir halt auf dem Boden des Rechts bleiben.

Ich wünsche der Familie von Herzen, dass sie eines Tages all das Schreckliche hinter sich lassen können und zu einem neuen, freien Leben finden werden.

Unverbrüchliche Bündnistreue

Das hat Merkel ihren israelischen Freunden zugesagt.

Schön und gut, aber gilt diese Treue auch, wenn man sich dort unten mit Rechtsextremen in einer Regierung vereinigt?

„Unser Haus Israel“ klingt als Parteiname schon entsprechend alarmierend.

(Wie würde sich wohl hierzulande eine Partei mit dem schönen Namen „Unser Land, Deutschland“ ausmachen?)

Da möchte ich mal hören, was da los wäre.

 

Wenn man hier die NPD verbieten will und in Israel einen Rechts-Aussen-Minister hofiert, dann macht sich das für mein Beobachterauge nicht sonderlich gut. Irgendwie leidet da die Authentizität einer Kanzlerin.

Nicht dass ich etwas gegen eine Verbot dieser Partei hätte, aber ich erwarte von unserer Bundeskanzlerin klare Linien in Sachen Aussenpolitik.

Es fallen mir da schon ein paar eher rechte Politiker ein, zu denen sie ein weniger herzliches Verhältnis hatte. Ausser Bush natürlich.

Den hätte sie hofiert, selbst wenn er Hörner und Bocksbeine gehabt hätte.

Naja, mit einem Frieden in Nah-Ost wird es so wohl nichts werden.

Renten hoch?

Da will man doch noch als kleines Bonbon vor der Wahl die Renten ein bisschen raufsetzen.

Schön und gut, aber glauben die wirklich, die Leute sind so treudoof?

Ich fürchte ja und ich fürchte noch mehr, dass sie Recht haben.

Für die paar Kröten will man gerne vergessen, dass Missfelder den Rentnern ab einem gewissen Alter bestimmte medizinische Behandlungen vorenthalten wollte, oder dass ein findiger Professor, nagelt mich nicht fest, ich glaube er war aus Chemnitz, Hartz-IV-Empfängern ganz genau vorrechnete, wie man mit weit weniger Geld als dem Hartz-IV-Satz über die Runden kommen soll.

Schließlich muss man nur das Allerbilligste kaufen.

Unsere Politik hat sich damals sehr, sehr ruhig verhalten. Von einer berechtigten Empörung nicht die Spur.

Jetzt also lullt man die Alten mit ein paar Rentengroschen mehr ein.

Nicht nur bei der Rente, überall sitzen jetzt vor der Wahl die Wohltaten für die Bürger locker.

Abwrackprämie, Einlagengarantien für marode Banken, und, und, und.

Warten wirs ab, wenns ans Zahlen geht. Versprechen ist das Eine, wirklich zahlen ist das andere.

Ic h habe nämlich den bösen Verdacht, dass man Geld verteilt, das längst nicht mehr da ist.

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