Minarettverbot

Die Schweizer haben sich entschieden, sie wollen keine weiteren Miarette.

Offensichtlich hält man dies jetzt für die Rettung des christlichen Abendlandes.

Ich frage mich, warum die Symbole einer Weltreligion dermaßen vehement bekämpft werden?

Bei uns in Deutschland würde eine Abstimmung wahrscheinlich ähnlich aussehen.

Man redet zwar von Integration, aber dass sich Menschen islamischen Glaubens auch vom Äusseren hier beheimatet fühlen, das muss man auf Biegen und Brechen verhindern.

Man will von der islamischen Welt zwar das Öl, die Märkte und die Devisen, aber diese Leute im eigenen Land? Fehlanzeige.

Ich frage mich, wie groß der Aufschrei m Westen wohl wäre, wenn z. B. der Iran das Tragen von Kreuzen verbieten würde. Die Reaktion darauf kann ich mir lebhaft vorstellen. Alle würden sich darauf stürzen, dies als Verstoß  gegen die Menschenrechte anprangern und ein Riesengeeschrei um Religionsfreiheit machen.

Die Presse, allen voran die Bildzeitung, würde eine Riesenhetzkampagne anzetteln, jedem Bildleser würde man dies in den Schlagzeilen so lange einhämmern, bis es auch der Dümmste kapiert hat, dass hier der Untergang der westlichen Zivilisation eingeläutet worden ist.

Dass jetzt der Spieß genau umgedreht wurde, amüsiert mich fast. Mal sehen, wie die arabische Welt jetzt mit der Schweiz umgeht. Was wäre denn wenn die plötzlich alle ihre Konten dort auflösen, die Handelsbeziehungen beenden und die Schweiz auf die eigene Liste der „Schurkenstaaten“ setzen würden?

Tja, damit wäre dann wohl der Untergang des Abendlandes erst recht eingeläutet.

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3 Kommentare

  1. Holzmichel said,

    November 30, 2009 um 5:48 pm

    Hier bin ich nicht Deiner Meinung.
    Integration heisst nicht eine Parallelgesellschaft aufbauen.
    Die Leitkultur sollte schon die unsrige, also die abendländische bleiben.
    Versuche mal Du in der Türkei, in Ägypten oder im Iran mal Genehmigungen für katholische Kirchen bekommen! Du wirst diese nicht bekommen.
    Also König Ludwig II, Fasching und Karneval usw. sollten weiterhin bleiben können.
    Deine Ur-Urenkeltochter sollte auch kein KTuch tragen müssen!!!
    Heute mal nicht Deiner Meinung.

    Servus Richard

  2. wetterhexe2 said,

    November 30, 2009 um 11:16 pm

    Lieber Richard, wär ja schlimm, wenn wir immer einer Meinung wären.

    Ich denke, dass man nicht auf der einen Seite per Verfassung Religionsfreiheit garantieren kann, während man auf der anderen solch blödsinnige Volksabstimmungen macht.

    Ich denke, die Religion eines anderen Menschen zu achten ist ein Gebot der Humanität und mit solchen Verboten drängt man die Gruppen nur enger zusammen. Und das ist genau das Falsche für eine Integration.

    Nicht ausgrenzen, sondern mitnehmen, halte ich für den richtigen Weg.

    Ich finde Kopftücher, aus religiösem und gesellschaftlichem Zwang oder falsch verstandener Tradition getragen, auch dämlich. Will eine Frau sich damit jedoch in ihrer Weiblichkeit betonen, weil sie es richtig findet, dass nur ihr Mann ihr Haar sieht, dann kann ich das akzeptieren. Es muss der freie Entschluß der Frau sein, dann ist das in Ordnung.

    Ein Minarett, selbst in der nächsten Nachbarschaft, würde mich nicht stören, solange man mich nicht in aller Herrgottsfrüh mit dem Ruf aus dem Schlaf schreckt. Das wäre aber bei Kirchenglocken für mich das Gleiche.

    Ich fühle mich auch nicht vom Islam bedroht. Mir macht diese Religion keine Angst. Ein Faible für alles Orientalische habe ich sowieso und mit Moslems habe ich noch nie schlechte Erfahrungen machen müssen, ganz im Gegenteil! (allerdings lebe ich in einer Kleinstadt.)

    Mein persönliches Fazit aus all dieser Minarett-Debatte ist, dass ich wieder mehr mein Obst beim Türken kaufen werde und Schweizer Käse im Regal liegen lasse. Mehr kann ich nicht tun.

  3. Holzmichel said,

    Dezember 1, 2009 um 9:38 pm

    Selbstverständlich geht bei weiterer Islamisierung unsere Kultur kaputt.
    1.In Wien kann z.B. der Nikolaus nicht mehr in die Kindergärten gehen und auftreten, weil die Mehrheit der dortigen Kinder dem Islam angehören, dadurch mit dem Nikolaus nichts anfangen können und nur erschrecken würden.
    2. In einer städt. Einrichtung, wo die Mehrheit diese Leute bilden, kann keine Weihnachtsfeier nach unserem katholischen Rythus mehr stattfinden.
    Aha…..wie sagte ich, Parallelgesellschaften erdrücken die ursprünglichen Gesellschaften.
    Ja, der Muezzin wird auch noch kommen.
    Beispiel: Irgendwo in BW wurde eine Moschee ohne Muezzinstimme genehmigt. Nach Fertigstellung der Moschee, war plötzlich der Muezzin über Lautsprecher über den halben Ort zu hören. Der Bürgermeister, der diese Moschee genehmigt hat, hat ganz schön blöd und enttäuscht geschaut.
    Der Muezzin gehört nun mal zur Moschee, wie unser Glockenläuten.
    Aha…..die Schweiz hat das kapiert und entsprechend reagiert.
    Servus Richard


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