Das wahre Gesicht der FDP

Westerwelle zeigt jetzt, kaum vier Monate nach der Wahl das wahre Gesicht der FDP und läßt selbst die Maske fallen.

Hervor kommt die wahrhaft schreckliche Ansicht einer reinen Klientelpartei, die zwar „geistigen Sozialismus“ in Deutschland anprangert, aber selbst den reinsten, „praktizierten Kapitalismus“ huldigt und fördert, wo sie nur kann. Und dafür lässt sie sich auch noch gut belohnen!!!

Ein Vizekanzler sollte begriffen haben, dass sozialer Frieden in Deutschland nicht dadurch zu halten ist, dass man Menschen, die mittlerweile längst im sozialen Aus gelandet sind, noch weiter einschüchtert und finanziell knebelt.

Hartz-IV-Empfänger allesamt als Sozialschmarzotzer abzustempeln, ist eine Frechheit, unwürdig jedes vermeintlich demokratisch gewählten Politikers und schon gar eines Politikers, der Deutschland nach Außen hin vertreten will.

Herr Westerwelle, anstatt Menschen anzuprangern, die unverschuldet durch die Machenschaften Ihrer Klientel, ihren Arbeitsplatz verloren haben, sollten Sie alles daran setzten, hier in Deutschland Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten, auch wenn Sie Ihren Unternehmeramigos dabei hin und wieder auf die Zehen treten müssen.

Das, Herr Westerwelle, ist Ihre Aufgabe, dafür hat man sie, wenn auch sehr naiv, gewählt.

Stellen Sie sich Ihrer Aufgabe als Regierungsmitglied für ALLE Menschen in Deutschland oder nehmen Sie ihr Lobbyistenpack und verschwinden aus dem Bundestag!!!

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4 Kommentare

  1. Holzmichel said,

    Februar 14, 2010 um 11:04 am

    Westerwelle wollte ein Thema anstossen, hat sich aber in seinen Worten vergaloppiert.
    Es kann nicht sein, dass ein Hartzler, der den ganzen Tag zu Hause ist (ob verschuldet oder nicht verschuldet) die selbe Leistung erhält als Jemand der den ganzen Tag malocht. Eine Verkäuferin erhält für den ganzen Tag arbeiten, etwa 1100 € Netto. Ein Hartzler erhält so ca. 960 € inkl. Wohnung etc.
    Für diese paar Euro mehr, steht man doch nicht in der Früh auf und lässt sich vom Chef und von den Kunden noch blöd anreden und stressen.
    Anderes authentisches Beispiel:
    Eine Bekannt erhält nach über 45 ununterbrochenen Arbeitsjahren, jetzt eine Rente von 938 Euro pro Monat. Sie muss davon alles selbst bezahlen, wie Miete, neue Waschmaschine etc. etc.
    Ein Hartzler erhält das gleiche oder sogar noch ein wenig mehr mit evtl. Sonderleistungen.
    Also Arbeit lohnt sich nicht mehr.
    Ich sage heute allen, die es hören wollen, „Du warst mehr als saublöd“ weil du dein ganzes Leben gearbeitet hast und jetzt auch noch krank bist.
    Würde ich nochmals auf diese Welt kommen, wäre mein Berufsziel ganz einfach Hartzler.
    Mindestlöhne bringen nicht die Lösung, die müssten pro Stunde etwa 10 – 15 Euro lauten.
    Vermutlich hat das Westerwelle so gemeint, aber falsch gesagt.
    PS:Noch ein Beispiel:
    Ein etwa 42 jähriger Mann, der etwa 20 Jahre bei der Post (mittlerer Angestellter) gearbeitet hat, ist seit ein paaren Erwerbsunfähig. Er bekommt EU Rente von mtl. etwa 1000 Euro.
    Die andere hat über 45 Jahre gearbeitet, auch im mittleren Bereich und erhält weniger als der EU Mann.
    Das kann und sollte nicht sein.

    Schönen Sonntag für Dich
    und Servus
    Richard

  2. Holzmichel said,

    Februar 14, 2010 um 11:06 am

    Berichtigung:
    ….seit ein paar Jahren Erwerbsunfähig.

    Servus Richard

  3. Wetterhexe said,

    Februar 14, 2010 um 9:54 pm

    Lieber Holzmichel,
    es werden AUCH Menschen arbeitslos, die 30 und fast 40 Arbeitsjahre auf dem Buckel haben und dann sehr schnell ins soziale Aus driften.
    Das ist ein völlig unwürdiger Zustand, das darf man Menschen, die diese Lebensleistung vollbracht haben einfach nicht antun!

    Ich fürchte, dass hier eine sehr ungerechte Verallgemeinerung stattfindet:
    Hartz-IV = Sozialschmarotzer

    Wenn mehr Gerechtigkeit geschaffen werden soll, würde ich vorschlagen zuerst einmal ALLE Einküfte für Steuern und Sozialabgaben heranzuziehen.
    Damit könnte man schon einiges auf die Beine stellen.

    Ganz wichtig wäre es auch, diese unsäglichen Geringverdienerjobs abzuschaffen, auch 400-Eurokräfte müssen Abgaben zahlen und deren Arbeitgeber ebenfalls. Diese Entwicklung ist völlig verkehrt. Sie schafft in ein paar Jahren eine sehr hohe Altersarmut.

    Das Ausufern von Billiglöhne in den Leiharbeitsfirmen ist ebenso eine Fehlentwicklung und müsste dringend einer Prüfung unterzogen werden.

    Mindestlöhne sind meiner Ansicht nach, und ich bin ja bekennende Linke,
    weiß Gott nicht der Schlechteste Weg.

    Man kann eben nicht die Transferzahlungen an Arbeitslose noch weiter absenken, während man gleichzeitig die Löhne auf deren Niveau drückt.
    Da glaube ich, erkennen wir beide das Problem.
    Es muss ein deutlicher Abstand zwischen Arbeitslöhnen und Transferleistungen sein, der jedoch mit weiteren Absenkungen auf den Hartz-IV-Sektor nur noch zu einem weiteren Lohndumping führt.

    Wir haben insgesamt auf diesem Gebiet eine absolute Fehlentwicklung, die in nächster Zeit zu schweren sozialen Unruhen führen wird, befürchte ich.

    Hier müssen gerechte Verhältnisse geschaffen werden:

    1. Anerkennung der beruflichen Lebensleistung
    2. Löhne, die sich deutlich von Hartz-IV abheben
    3. Striktes Vorgehen gegen die Minderheit der wirklichen Sozialschmarotzer
    4. Gleichstellung aller Kinder durch Ganztagsunterricht und gleichzeitiger Versorgung mit Nachhilfe und Schulessen, um hier gleiche Chancen zu schaffen, damit Sozialhilfekarrieren über ganze Generationen in bestimmten Familien unterbrochen werden können.
    5. Strikte Reduzierung von Geringverdienerjobs ohne Sozialabgaben
    6. Qualifizierung von Schwervermittelbaren, wenn es sein muß auch mit Druck.
    7. Mindestrente ab einer bestimmten Länge der Berufstätigkeit, z. B. für mindestens 20 Jahre eine Grundrente von 600 – 700 Euro, um der Altersarmut entgegenwirken zu können.
    8. Langsamer Übergang zu einem bedingungslosen Grundheinkommen, wie gesagt beginngend mit einer Mindestrente, späterer Ausdehnung für Alleinerziehende und schließlich Erweiterung auf alle.
    9. Dafür Heranziehung von ausnahmslos allen Einkommensarten.
    10. Ausbau des Schonvermögens für Arbeitslose, die mindestens 20 Jahre Berufstätigkeit nachweisen könne.

    Das sind Punkte, die sollten dringendst abgearbeitet werden, damit der soziale Frieden erhalten werden kann.

    LG Wetterhexe

  4. Holzmichel said,

    Februar 15, 2010 um 8:50 pm

    Na klar haben wir beide gegriffen wo es hakt.
    Jedermann/frau die arbeitet, muss mindestens 300- 500 Euro mehr im Monat bekommen wie Jemand der von Hartz IV lebt.
    Also muss eine ganz neue Sozialstruktur her. So hat es auch Westerwelle gefordert.
    Aber trotzdem ist Westerwelle nicht meine Farbe.
    Genauso wie Griechenland, Spanien, Italien etc. ist auch Deutschland pleite.
    Diese politischen Parteien haben uns in den Ruin getrieben, wirtschaftlich und auch gesellschaftlich. Nur einige haben das noch nicht gemerkt.
    Wie soll ein insolventer Staat neue Sozial Reformen bringen, die Geld kosten??
    Ab Jan. 2010 haben die Familien mit Kindern mehr Geld bekommen, gleichzeitig sind die Kosten für Kitas etc. gestiegen. Eben habe ich gehört, dass EON die Stromkosten um mindestens 6 Prozent erhöhen werde.
    Mit diesem Politpack sind keine Reformen möglich. Die schöpfen den Rahm für sich ab und lassen den Kleinen darben.
    Aber wir wollen es halt nicht anders.
    Übrigens, Deine Vorschläge wären schon richtig.
    Gute Nacht und Servus.
    Richard


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